Freie Blicke auf eine
schöne Stadt …
(31.01.2005)
… lautet der Arbeitstitel eines
Projektes der SGV-Abteilung Arnsberg, bei dem bereits im Jahr 2004 damit
begonnen wurde, zugewachsene Ausblicke auf die Stadt wieder zu öffnen. Ein ganz
besonderes Problem stellte hierbei der Klosterberg zwischen Ehmsendenkmal und
der Propsteikirche dar.
Im November trafen sich deshalb Vertreter vom Staatlichen Forstamt Obereimer,
dem Eichholzverein, der Stadt Arnsberg, der unteren Landschaftsbehörde des HSK,
dem städtischen Forstamt sowie des SGV am Ort des Geschehens und diskutierten
die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten.
Neben dem freien Ausblick war die Verkehrsicherung dabei der wichtigste Aspekt.
Da die Forstarbeiten in diesem Steilhang einen ganz besonderen Aufwand an
Personal und Technik verlangten, entschloss man sich zu einer gemeinsamen Aktion
sobald die Witterungsverhältnisse dies zulassen würden.
Am 10. Januar war es dann soweit. Zwei besonders ausgebildete Forstmeister des
staatlichen Forstamtes kämpften sich unterstützt von Forstmeistern der Stadt
Arnsberg in dem recht unwegsamen Steilhang vor. Täglich kamen 20 – 25
Interessierte Mitbürger zur Baustelle und informierten sich, diskutierten
miteinander und waren allesamt positiv überrascht.
Jetzt, nach vierzehn Tagen harter Arbeit, wo nur noch wenige Restarbeiten zu
erledigen sind ist das Projekt so gut wie abgeschlossen.
Ein ganz neuer Blick vom Ehmsendenkmal über die Stadt – aber auch von der Stadt
zum Ehmsendenkmal ist geschaffen worden. Seit über 50 Jahren war ein solcher
Rundumblick über die Perle des Sauerlandes nicht mehr möglich.
Dazu ist der Hang durch die quer liegen gebliebenen Stämme weiter gesichert. Die
„auf den Stock“ gesetzten Baumstümpfe werden schon in Kürze wieder ausschlagen
und tragen durch kräftigeres Wurzelwerk zur weiteren Hangsicherung bei. Diese
neue Vegetationsform wird zusammen mit dem Totholz der Stämme vielen aus der
Stadt verschwundenen Tieren als Nist- und Brutplatz dienen.
Bei einem Pressetermin am 20. Januar wurde dies alles der örtlichen Presse
vorgestellt. Seitens der SGV-Abteilung Arnsberg ein ganz herzlicher Dank an alle
beteiligten Vereine und Institutionen, die wieder einmal bewiesen haben, dass
man mit einfachen Mitteln und guter Zusammenarbeit viel erreichen kann. Ein ganz
besonderer Dank gilt allerdings den „Jungs mit der Kettensäge“, die diesen sehr
schwierigen Einsatz so meisterlich bewältigt haben.
Wenn nun auch noch die Zögerer und Skeptiker an den anderen Blickpunkten zur
Einsicht kämen, auch hier ein wenig von der Natur für die Natur zu opfern,
könnte das 2004 gestartete Projekt vielleicht schon 2005 zum Abschluss kommen.
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