Arnsberger Eisenbahnerweg
- Erlebnisreiche Wanderung
(27.05.2002)
Als besonderer Programmpunkt hatte Alt
– Eisenbahner Willi Gerbens am ersten Samstag der „Arnsberger Woche“,
mittlerweile zum achten Mal, zur Wanderung auf dem von ihm erdachten
„Arnsberger Eisenbahnerweg“ eingeladen.
So ging es zuerst zum Ehmsendenkmal, von dem aus man einen wunderbaren Überblick
über die gesamte alte Eisenbahnerstadt hat. Weiter führte der Weg über den
Klosterhof des altehrwürdigen Klosters Wedinghausen und der Propsteikirche, die
seinerzeit einen ehrenamtlicher Küster hatte, der hauptberuflich
- ein Eisenbahner war.
An der ehemaligen Bahnhofstraße, der heutigen Clemens – August – Straße,
erinnern heute nur noch Willi´s Erzählungen daran, dass hier einmal die Heimat
von vielen Arnsberger Eisenbahnerfamilien war.
Am Arnsberg Bahnhof, dort wo Willi 30 lange Arbeitsjahre am Fahrkartenschalter
wirkte, war dann der Höhepunkt der vielen Erinnerungen und Geschichten
erreicht. Man hätte Willi noch bis zum Sonnenuntergang zuhören können, doch
der Weg führte über die „unechte“ Püttgasse (die „echte“ ist
verfallen und zugewuchert) hinauf in die Altstadt. Ebenfalls ein Weg den unzählige
Eisenbahner tagein – tagaus, bei Wind, Regen, Hitze, Schnee und gegangen sind.
Vom Schlossberg aus schweifte dann der Blick über das eiserne Band, dass sich
seit dem Jahr 1870 durch das Ruhrtal schlängelt, von der Herbreme bis zum
direkt unter uns liegenden Viadukt. Dieser Viadukt erlangte 1945 negative Berühmtheit,
als er das Ziel der größten Bomben des zweiten Weltkrieges war. Man wollte
dadurch eine der wichtigsten Nachschubadern vom Ruhrgebiet in den Osten zerstören.
Zum Abschluß dieser erlebnisreichen und sehr interessanten Wanderung kehrte man dann bei „Edelbroichs Tante“, einer uralten Arnsberger Gaststätte ein, wo bei einem Glase Sauerländer Gerstensaftes noch manche Geschichten, Dönekes und Vertellekes die Runde machten.
DANKE Willi !!
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