zurück zum Archiv 2002

 

Arnsberger Schnadegang 
(15. Juni 2002)

Immer, wenn am Arnsberger Maximillianbrunnen mehr als 50 Menschen zusammen kommen, weiß man, daß das etwas mit gelebtem Brauchtum zu Tun haben muß.
Nicht immer sind es gleich über 1000 Personen wie am Schützenfest – Montag – Morgen, nicht immer sind es Uniformierte, die sich dort treffen  -  einmal im Jahr sind es Schnadegänger, die der uralten Tradition folgend, alljährlich die Gemarkungsgrenze kontrollieren wollen.
Seit dem Jahr 1450 (älteste urkundliche Erwähnung) wird in Arnsberg, mit kleinen Unterbrechungen, der traditionelle Schnadegang veranstaltet. ( Info: Schnadegang – Geschichte und Bedeutung).

So trafen sich am vergangenen Samstag fast 100 Schnadegänger in „Arnsbergs Guter Stube“, wie der Alte Markt liebevoll genannt wird, um diesmal die Nordwestliche Stadtgrenze zu kontrollieren. Da in diesem Jahr die 2. Kompanie der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft die Ausrichtung übernommen hatte, begrüßte zunächst Kompanieführer Rolf Brand alle Grenzgänger. Unter Jagdhornklängen und unter Führung von Schnadezugführer Gerhard Rath und Stadtförster Peter Noseleit zog die Grenzkontrolltruppe zielstrebig durch Muffrika, bergauf nach Kapune, wo eine kurze Rastpause eingelegt wurde.
Danach stieß man nach knapp 200 m, unterhalb des Tempelberges, auf die Grenze und fand in Forstabteilung 309/310 sofort einen mächtigen Grenzstein mit der Nummer 100. Nach einigen erklärenden Worten des Schnadezugführers über Sinn und Zweck und Vergangenheit und Gegenwart dieser Schnadegänge wurden dann gleich 5 Personen nacheinander von den vier Landsknechten gepackt und mit Ausruf der alten Losung

Für Kaiser und König

Für Fürsten und Grafen

Für Freiheit und Recht

und ein ehrlich Menschengeschlecht

viel sanfter als früher mit dem Hinterteil auf den Grenzstein gestoßen.

Gepohläst wurden in diesem Jahr:

Werner Petritzki  aus Hamburg

Hildegard Henneke

Schützenkönig Dr. Ottmar Schneider

Margret Warnecke aus Hamburg

 Kompanieführer Rolf Brand

Werner Petritzki und Margret Warnecke waren als Jugendliche im Zuge der Hochwasser- und Sturmfluthilfe 1962 einige Wochen in Arnsberg. In diesen Tagen besuchten sie nach nunmehr 40 Jahren mit ihren Ehepartner wieder einmal unsere Stadt.

Der Schnadegang endete an der Sebastianshütte der 2. Kompanie, wo an diesem Tage das 50-jährige Hüttenjubiläum gefeiert wurde. Bei bester kulinarischer Versorgung war es schon lange Dunkel, als dieser Schandegang 2002 und das Hüttenjubiläum zu Ende gingen.

Übrigens:  Der Schnadegang 2003 wird ausgerichtet vom Kneippverein Arnsberg

 

- zum Vergrößern auf die Bilder klicken -
 
Schnadegang 2002 / 1 Schnadegang 2002 / 2 Schnadegang 2002 / 3 Schnadegang 2002 / 4
Abmarsch Am Grenzstein Pohläsen 
Margret Warnecke              Otmar Schneider
 
Schnadegang 2002 / 5 Schnadegang 2002 / 6 Schnadegang 2002 / 7 Schnadegang 2002 / 8
Ankunft an der Sebastianshütte Begrüßung mit Musik Festrede Rolf Brand
  
Schnadegang 2002 / 9 Schnadegang 2002 / 10 Schnadegang 2002 / 11 Schnadegang 2002 / 12
Die Gepohlästen bekamen von Wanderwart Gerd Rath eine Urkunde überreicht.
 
Die Fotos in der obersten Reihe wurden uns freundlicherweise von Wolfgang Becker zur Verfügung gestellt.

 

zurück zum Archiv 2002

 

Diese Seite ist ein Teil von www.sgv-arnsberg.de
Impressum