Schnadegang 2006
(10.06.2006)
Ein Samstag Nachmittag im Juni
2006. In Deutschland läuft die Fußballweltmeisterchaft. Trotzdem trafen sich in
Arnsbergs guter Stube am Alten Markt fast 50 Wanderer, um die uralte Sitte des
Schnadeganges zu pflegen. In diesem Jahr war der Angelverein Ruhrwellen e.V. der
Ausrichter.
So zog man dann durchs Kaiserspförtchen hinunter zum Bahnhof und von dort dem
Verlauf der Ruhr folgend in Richtung Anglerheim Wolfsschlucht.
Schnadezugführer Gerd Rath hatte unterwegs ein großes Problem: die Grenze, die
man kontrollieren wollte, lief größtenteils mitten durch die Ruhr. Aber da er es
den Schnadegängern nicht zumuten wollte, mehrere Kilometer durchs Wasser zu
waten, hatte er einen zum Teil völlig unbekannten Weg parallel zum Fluss
ausgesucht.
Nach einer wohlverdienten Rast fanden die Wanderer an einer Stelle, an der die
Ruhr früher einmal in einem größeren Bogen geflossen war, doch noch einen alten
Grenzpfahl. Auf diesem wurden sogleich vier der Mitwanderer "gepohläst", damit
sie den Grenzverlauf nie wieder vergessen sollen. In diesem Jahr waren dies
Manfred Wünsche, Elli Riedel, Christian Prinzler und Hans Föhrer.
Am Schluss trafen sich dann alle Grenzgänger auf dem Sommerfest am Anglerheim,
wo schon alles zur Stärkung nach dieser anstrengenden Grenzkontrolle vorbereitet
war. Dort wurden die Gepohlästen mit Urkunden ausgezeichnet.
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